Golf-Journey von Lenny – warum sein Handicap erst schlechter wurde – und dann plötzlich viel besser

13. März 2026

Der Weg vom Golfanfänger zum ambitionierten Single-Handicap-Spieler ist selten geradlinig. Rückschläge, technische Anpassungen und mentale Herausforderungen gehören genauso dazu wie Training und Leidenschaft. In dieser Podcastfolge erzählt Golfer und YouTuber Lenny von seiner persönlichen Golfreise, seiner rasanten Handicap-Verbesserung und davon, wie aus einer Leidenschaft ein erfolgreicher Golf-YouTube-Kanal wurde. Gleichzeitig gibt er spannende Einblicke in Training, Technik und seine Ziele im Golfsport.

Wie Lenny zum Golf kam: Vom Tennisplatz auf den Golfplatz

Golf spielte im Leben von Lenny schon früh eine Rolle. Sein Großvater war begeisterter Hobbygolfer, sein Vater arbeitete sogar nebenberuflich als PGA Teaching Professional. Damit war der Golfsport praktisch Teil der Familie.

Trotz dieser Voraussetzungen begann Lenny zunächst nicht intensiv mit Golf. Zwar kam er schon als Kind gelegentlich mit auf den Golfplatz – etwa im Urlaub im Allgäu oder in Elmau – doch seine sportliche Leidenschaft galt zunächst anderen Sportarten.

Tennis und Fußball als Grundlage für den Golfschwung

Statt Golf standen zunächst Tennis und Fußball im Mittelpunkt. Beide Sportarten betrieb er intensiv und teilweise auch leistungsorientiert. Mehrere Trainingseinheiten pro Woche ließen kaum Raum für Golf.

Rückblickend sieht Lenny diese Zeit jedoch als Vorteil. Gerade Tennis vermittelt wichtige Grundlagen für den Golfschwung: Koordination, Timing und Ballgefühl. Diese Fähigkeiten lassen sich später gut auf den Golfsport übertragen.

Erst mit etwa 18 Jahren begann er ernsthaft mit Golf – und entwickelte schnell eine Leidenschaft für den Sport.

Handicap verbessern: Lennys schneller Weg zum Single-Handicap

Die Entwicklung seines Handicaps verlief zunächst sehr schnell. Bereits nach wenigen Turnieren sank sein Handicap auf etwa 25.

Doch wie viele Golfer erlebte auch Lenny, dass Fortschritte im Golf selten linear verlaufen. Nach den ersten schnellen Verbesserungen folgten technische Anpassungen und körperliche Veränderungen, die zunächst zu neuen Herausforderungen führten.

Vom Handicap 10 zum Handicap 3

Innerhalb kurzer Zeit gelang ihm der Sprung auf ein Handicap von etwa 12 bis 13. Im darauffolgenden Jahr wurde er schließlich einstellig.

Doch eine besonders intensive Trainingsphase führte zunächst sogar zu einer Verschlechterung seines Handicaps auf etwa 10,5. Ein Rückschlag, der jedoch wichtige Erkenntnisse brachte.

Erst später gelang der große Durchbruch: Innerhalb eines Jahres verbesserte sich Lenny von Handicap 10,5 auf etwa 3,5. Heute liegt sein Handicap bei rund 3,7 – ein beeindruckender Fortschritt im Amateur-Golf.

Golf Training: Warum Technik wichtiger ist als nur Bälle schlagen

Viele Golfer verbringen Stunden auf der Driving Range und schlagen einfach möglichst viele Bälle. Lenny unterscheidet jedoch klar zwischen Training und bloßem Üben.

Für ihn ist Technik der wichtigste Faktor. Bestimmte grundlegende Bewegungsmuster im Golfschwung finden sich bei nahezu allen guten Spielern. Wer diese sogenannten Fundamentals nicht sauber beherrscht, wird langfristig Schwierigkeiten haben, sein Handicap nachhaltig zu verbessern.

Trainingsrhythmus über das Jahr

Sein Trainingsrhythmus variiert im Jahresverlauf:

  • Vorsaison: drei bis vier Trainingseinheiten pro Woche
  • Während der Saison: etwa eine Trainingseinheit pro Woche
  • Nach der Saison: zwei bis drei Monate komplette Pause

Diese Pause hilft ihm, mentale Gewohnheiten zu durchbrechen und technische Änderungen leichter umzusetzen.

Autodidakt im Golf: Lernen ohne klassischen Trainer

Obwohl sein Vater Golftrainer ist, hat Lenny kaum klassische Trainerstunden genommen. Lediglich im kurzen Spiel – etwa beim Chippen – hat er gelegentlich mit seinem Vater trainiert.

Den Großteil seines Spiels entwickelte er jedoch selbst. Ab etwa Handicap 12 begann er, sein Spiel intensiv zu analysieren und eigenständig weiterzuentwickeln.

Golfanalyse mit Simulator und Daten

Moderne Technologien spielen dabei eine wichtige Rolle. Golfsimulatoren liefern wertvolle Daten zum Beispiel über:

  • Schwungbahn
  • Eintreffwinkel des Schlägers
  • Ballflug
  • Schlagdistanz

Diese objektiven Daten helfen dabei, Fehler schneller zu erkennen und gezielt daran zu arbeiten.

Das große Ziel: Scratch-Golfer werden

Trotz seines bereits starken Handicaps von etwa 3,7 sieht Lenny noch viel Potenzial nach oben. Sein großes Ziel ist es, eines Tages Scratch-Golfer zu werden – also ein Handicap von 0 zu erreichen.

Viele Golfer unterschätzen jedoch den Unterschied zwischen einem Handicap von fünf und einem Handicap von null. Der Leistungsunterschied ist enorm.

Um Scratch zu erreichen, müssten viele seiner besten Runden auf oder sogar unter Par liegen.

Persönliche Highlights seiner Golfkarriere

Ein großes Ziel hat Lenny bereits erreicht: Zwei Jahre in Folge wurde er Clubmeister in seinem Heimatclub.

Ein besonderer Erfolg, denn sowohl sein Vater als auch sein Großvater spielten ebenfalls dort Golf.

Golf auf YouTube: Wie der Kanal LM Golf entstand

Neben dem Golfplatz ist Lenny auch als Content Creator aktiv. Sein YouTube-Kanal „LM Golf“ entstand aus einer einfachen Beobachtung: Während es im englischsprachigen Raum zahlreiche hochwertige Golfkanäle gibt, war das Angebot im deutschsprachigen Raum lange überschaubar.

Gemeinsam mit seinem Freund Marius begann er deshalb, eigene Golfvideos zu produzieren.

Der Aufwand hinter Golf-YouTube-Videos

Viele Zuschauer unterschätzen, wie viel Arbeit hinter einem einzigen Video steckt. Für ein Golfvideo können schnell 15 bis 25 Stunden Schnittarbeit anfallen.

Während große amerikanische Kanäle mit mehreren Kameras und professionellen Teams arbeiten, entstehen Lennys Videos mit vergleichsweise kleinem Budget – dafür mit viel Leidenschaft.

Neue Golfprojekte: Roadtrip, Matches und neue Formate

Nach seinem Studium der Wirtschaftspsychologie möchte Lenny künftig mehr Zeit in seine Golfprojekte investieren.

Geplant sind unter anderem:

  • Golf-Roadtrips durch Deutschland
  • Matches mit anderen Golf-Influencern
  • neue 2-gegen-2-Formate auf YouTube
  • Trainingsvideos und Golf-Tipps

Besonders spannend ist ein geplantes Roadtrip-Projekt mit dem Wohnmobil seines Vaters. Dabei möchte er mehrere Wochen durch Deutschland reisen und gemeinsam mit anderen Golfern neue Inhalte produzieren.

Golf Tipps für Anfänger: Warum Chippen so wichtig ist

Zum Abschluss hat Lenny noch einen besonders wichtigen Tipp für Golfanfänger.

Viele Spieler konzentrieren sich vor allem auf lange Schläge – Driver und Eisen stehen im Mittelpunkt des Trainings. Doch der größte Hebel für bessere Scores liegt oft im kurzen Spiel.

Besonders das Chippen rund ums Grün kann den Score massiv verbessern. Wer den Ball zuverlässig nah ans Loch chippt, hat deutlich bessere Chancen auf Par oder Birdie.

Beim Putten hingegen gibt es oft größere Schwankungen von Tag zu Tag. Ein gutes Chipspiel sorgt deshalb für deutlich stabilere Ergebnisse.

Podcast jetzt anhören

Du kannst den Podcast auf verschiedenen Podcast-Plattformen anhören. Hier eine Übersicht:

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