
André Krieger Vom erfolgreichen Gaming-YouTuber zum leidenschaftlichen Golfer: André Krieger, vielen besser bekannt als CommanderKrieger, hat sich neu erfunden. Nach einem gesundheitlichen Wendepunkt entdeckte er den Golfsport für sich – und machte seine neue Leidenschaft zum Mittelpunkt seines Contents auf YouTube und Twitch.
Im Podcast spricht André über seinen ungewöhnlichen Weg zum Golf, seine rasante Handicap-Entwicklung, die Herausforderungen als Golf-Content-Creator und seine Ideen, wie der Golfsport in Deutschland zugänglicher werden kann.
Vom Gaming-YouTuber Commander Krieger zum Golf-Creator
Wer sich schon länger mit der deutschen YouTube-Szene beschäftigt, dürfte den Namen CommanderKrieger kennen. Bereits 2010 begann André Krieger damit, Gaming-Videos auf YouTube zu veröffentlichen. Was zunächst als Hobby begann, entwickelte sich schnell zu einer bemerkenswerten Karriere.
In den Hochzeiten seines Gaming-Kanals erreichte er nach eigenen Angaben 13 bis 14 Millionen Videoaufrufe pro Monat. Doch André wollte nie ausschließlich Gaming-YouTuber sein. Sein persönlicher Anspruch war immer, die Dinge zu machen, die ihn wirklich begeistern. So entwickelte sich sein Content im Laufe der Jahre weiter: vom Gaming über das Tauchen und Reisen bis hin zur Fotografie. Heute steht vor allem eine Sportart im Mittelpunkt: Golf.
Dass ein etablierter Content-Creator mit einer großen Gaming-Community plötzlich Golfvideos veröffentlicht, ist durchaus ungewöhnlich. Für André war dieser Schritt allerdings konsequent. Denn seine Leidenschaft für Golf ist längst mehr als ein kurzfristiges Hobby.
Golf als Neuanfang: Wie André Krieger nach einem Schlaganfall zum Golfsport fand
Hinter Andrés Begeisterung für Golf steckt eine sehr persönliche Geschichte. Während der Corona-Pandemie brachen seine geliebten Tauchreisen weg. André berichtet im Podcast von einer schwierigen Lebensphase, in der er zunehmend mit gesundheitlichen Problemen zu kämpfen hatte.
2024 erlitt er einen Schlaganfall. Bei einer Körpergröße von 2,01 Metern wog er damals rund 170 Kilogramm. Sein Arzt machte ihm deutlich, dass er sein Leben grundlegend verändern müsse. Der entscheidende Antrieb dafür war seine heutige Verlobte. Als André ihr von der ernsten gesundheitlichen Situation erzählte, wurde ihm bewusst, dass er etwas ändern wollte.
Er begann abzunehmen und fand schließlich durch eine Einladung zu einem Golf-Event in Köln den Weg zum Golfsport. Dort machte er seine ersten Erfahrungen auf der Driving Range, dem Putting-Grün und einem Kurzplatz. Schon nach wenigen Schlägen war seine Begeisterung geweckt.
Am 1. September 2025 absolvierte André Krieger seine Platzreife. Was damals als neuer sportlicher Versuch begann, entwickelte sich innerhalb eines Jahres zu einer intensiven Leidenschaft.
Golf für Anfänger: Warum CommanderKrieger mit Vorurteilen aufräumen möchte
Obwohl André schnell vom Golfvirus infiziert war, erinnert er sich noch gut an seine anfänglichen Berührungsängste. Als er zum ersten Mal einen Golfclub in seiner Nähe besuchte, fühlte er sich zunächst fehl am Platz. Die Kleidung, das Auftreten und das traditionelle Umfeld verstärkten seine Unsicherheit.
Genau diese Erfahrung möchte er heute mit seinen Videos aufgreifen. Denn viele Menschen verbinden Golf noch immer mit einem elitären Sport, der vor allem Ärzten, Anwälten und wohlhabenden Menschen vorbehalten sei. André sieht das anders. Zwar räumt er ein, dass der finanzielle Einstieg in den Golfsport gewisse Hürden mit sich bringt. Gleichzeitig ist er überzeugt, dass Golf heute deutlich zugänglicher ist, als viele Außenstehende vermuten.
Mit seinem YouTube-Kanal möchte er zeigen, dass Golf Menschen unabhängig von Beruf oder sozialem Hintergrund begeistern kann. Wie unmittelbar das funktioniert, erlebte er selbst: Nach einem seiner ersten Golfvideos wurde er von seinem Postboten darauf angesprochen. Mittlerweile haben die beiden zahlreiche gemeinsame Golfrunden gespielt und sind Freunde geworden. Für André ist das ein Beispiel dafür, wie der Golfsport Menschen zusammenbringen kann.
Handicap 23,9 nach einem Jahr: So schnell entwickelte sich André Kriegers Golfspiel
Wer André Krieger auf YouTube oder Twitch verfolgt, merkt schnell, dass er seine neue Leidenschaft mit außergewöhnlicher Intensität betreibt. Nach seiner Platzreife im September 2025 nutzte er die Wintermonate, um regelmäßig an einem Trackman-Simulator zu trainieren und virtuelle Golfrunden zu spielen. Sein erstes handicaprelevantes Turnier absolvierte er im April 2026. Der Auftakt verlief allerdings enttäuschend. Doch statt sich entmutigen zu lassen, meldete er sich schon wenige Tage später zum nächsten Turnier an. Dort gelang ihm die erste deutliche Handicap-Verbesserung auf etwa 30,6. Danach ging es kontinuierlich weiter.
Zum Zeitpunkt der Podcast-Aufzeichnung hatte André bereits 24 handicaprelevante Turniere innerhalb der Saison gespielt. Dazu kamen weitere Wettbewerbe und zahlreiche private Golfrunden. Besonders beeindruckend ist sein Spielpensum: Nach eigener Schätzung absolvierte er in diesem Jahr bereits 150 bis 160 Runden über 18 Löcher – zusätzlich zu seinem Training.
Sein Handicap verbesserte sich innerhalb dieser Zeit auf 23,9. Dabei geht es ihm nicht ausschließlich um die Zahl auf dem Scoreboard. Ihn faszinieren vor allem der Wettkampf, unterschiedliche Golfplätze und die Herausforderung, sich immer wieder auf neue Spielsituationen einzustellen.
Golf auf YouTube und Twitch: Warum André Krieger auch schlechte Runden zeigt
André Krieger möchte auf seinen Kanälen kein geschöntes Bild des Golfsports vermitteln. Während in vielen Golfvideos vor allem gelungene Schläge und erfolgreiche Runden zu sehen sind, gehört für ihn auch das Scheitern dazu. Ein verzogener Drive, ein Ball im Wasser oder ein enttäuschendes Turnierergebnis sind keine Gründe, die Kamera auszuschalten. Stattdessen dokumentiert er seine Entwicklung möglichst authentisch.
Auf YouTube möchte er vor allem unterschiedliche Golfplätze vorstellen, Turniere begleiten und Einblicke in sein Training geben. Auf Twitch nimmt er seine Community sogar live mit auf den Golfplatz.
Eigenes Golfturnier: Wie Commander Krieger seine Community zusammenbringt
Bereits in seinem ersten Golfjahr ging André Krieger einen Schritt weiter: Er organisierte sein eigenes Golfturnier. Die Idee entstand aus den vielen Nachrichten seiner Community. Immer wieder wurde er eingeladen, gemeinsam Golf zu spielen. Da er unmöglich mit jedem Zuschauer einzeln eine Runde absolvieren konnte, entwickelte er eine andere Lösung: ein gemeinsames Turnier. Austragungsort war die Neun-Loch-Anlage Haus Köpping, auf der er auch seine Platzreife absolviert hatte. Insgesamt plante André das handicaprelevante Turnier mit 72 Teilnehmern. Doch ein gewöhnliches Golfturnier mit anschließender Siegerehrung sollte es nicht werden.
Golf in Deutschland: Warum der Sport moderner und zugänglicher werden muss
Ein zentrales Thema des Podcast-Gesprächs ist die Zukunft des Golfsports in Deutschland. André ist überzeugt, dass Golf mehr Menschen begeistern könnte, wenn der Einstieg einfacher wäre. Die Platzreife sieht er dabei durchaus differenziert. Einerseits hält er es für sinnvoll, dass Anfänger die wichtigsten Regeln und Grundlagen kennenlernen. Andererseits empfindet er die bestehenden Zugangshürden als vergleichsweise hoch.
Besonders wichtig sind ihm mehr leicht zugängliche Kurzplätze und Angebote, bei denen Interessierte erste praktische Erfahrungen sammeln können. Denn die eigentliche Faszination des Golfsports entsteht seiner Ansicht nach nicht allein auf der Driving Range.
Sie entsteht auf dem Platz: Wenn ein Annäherungsschlag gelingt, der Ball dicht an der Fahne landet und plötzlich die Chance auf ein besonders gutes Ergebnis besteht. Solche Erfolgserlebnisse möchte André möglichst vielen Menschen ermöglichen.
Fazit: Commander Krieger zeigt, wie Golf Menschen begeistern und verändern kann
André Kriegers Geschichte ist mehr als die eines erfolgreichen YouTubers, der ein neues Hobby entdeckt hat. Sein Weg vom Gaming über gesundheitliche Rückschläge bis zur Begeisterung für Golf zeigt, welche persönliche Bedeutung Sport gewinnen kann.
Innerhalb eines Jahres hat er nicht nur seine Platzreife absolviert, zahlreiche Turniere gespielt und sein Handicap deutlich verbessert. Er hat auch eine Community geschaffen, die seine Golfreise begleitet, und bereits ein eigenes Golfturnier organisiert. Besonders interessant ist seine Perspektive als jemand, der selbst erst vor kurzer Zeit zum Golfsport gefunden hat.
Er kennt die Vorurteile, die Unsicherheiten und die Einstiegshürden aus eigener Erfahrung. Genau deshalb möchte er Golf für Menschen zugänglicher machen, die bislang keinen Bezug zu diesem Sport hatten. Seine Botschaft ist klar: Golf sollte nicht nur für diejenigen attraktiv sein, die bereits dazugehören, sondern auch für alle, die den Sport erst noch entdecken möchten.
Und wer André Krieger auf seiner weiteren Golfreise begleiten möchte, findet auf seinen YouTube- und Twitch-Kanälen authentische Einblicke in Training, Turniere, Erfolge und Rückschläge. Denn eines steht fest: Commander Krieger hat seine nächste große Leidenschaft gefunden.
Golfplätze, die im Podcast erwähnt wurden
| Platz | Ort | Link |
|---|---|---|
| Golfanlage Haus Köbbing | Münster-Hiltrup | Zum Golfplatz → |
| Golf- und Land-Club Köln | Refrath (Bergisch Gladbach) | Zum Golfplatz → |
| Golf Resort Gut Apeldör | Hennstedt (Schleswig-Holstein) | Zum Golfplatz → |
| Hamburger Golf-Club Falkenstein | Hamburg | Zum Golfplatz → |
| Green Eagle Golf Courses | Winsen (Luhe) | Zum Golfplatz → |
| Golf Club St. Dionys | St. Dionys (Lüneburger Heide) | Zum Golfplatz → |
| WINSTONgolf | Gneven-Vorbeck bei Schwerin | Zum Golfplatz → |
| Domburgsche Golf Club (von Thomas genannt) | Domburg, Zeeland (NL) | Zum Golfplatz → |
Alle Plätze aus dem Podcast findest du im NextFairway Golfplatz-Verzeichnis →