Golf ist mehr als ein Sport – es ist eine Lebenseinstellung. Und kaum jemand verkörpert das so authentisch wie Christian Pawlak, bekannt auf Instagram als @golferchris2101. Mit über 10.000 Followern ist er einer der bekanntesten deutschen Golf-Influencer, der seine Community nicht mit perfekten Schwüngen begeistert, sondern mit echtem Alltagsgolf, ehrlichen Momenten und einer Portion Selbstironie.
In der neuesten Episode des NextFairway Podcasts nimmt uns der 40-Jährige aus Mönchengladbach mit auf eine Golf-Journey, die vor 26 Jahren in Amerika begann, durch Corona eine unfreiwillige Pause erlebte und heute mit Turnieren, Content-Erstellung und abendlichen Gassirunden auf dem Fairway eine ganz eigene Note hat. Thomas und Christian sprechen über Schlägerfitting, mentale Stärke, Golf-Etikette, Bucket-List-Plätze und die große Mission dahinter: Golf in Deutschland bekannter zu machen. Eine Episode, die zeigt: Man muss kein Profi sein, um die Faszination Golf authentisch und inspirierend zu teilen.
Wer ist Christian Pawlak? Golf-Creator mit über 10.000 Followern
Christian Pawlak ist 40 Jahre alt, spielt seit sechs Jahren Golf und hat sich auf Instagram als @golferchris2101 eine treue Community von über 10.000 Followern aufgebaut. Was ihn von anderen Golf-Accounts unterscheidet? Er zeigt Alltagsgolf so, wie es wirklich ist – inklusive der Momente, in denen der Ball genau dort landet, wo er nicht sollte.
Aufgewachsen in Deutschland, verbrachte er rund 26 Jahre früher einen prägenden Abschnitt seines Lebens in Amerika, wo er Football spielte und ersten Kontakt mit dem Golfsport hatte. Heute ist er in Mönchengladbach zu Hause und Mitglied im Golfpark Renneshof – dem einzigen Linkskurs am Niederrhein.
Wie Christian zum Golf kam: Von Amerika über den Fußball zum Fairway
Die Geschichte, wie Christian zum Golfen kam, beginnt auf einem Fußballfeld in Amerika. Während einer Saisonpause fragte ihn ein Mannschaftskollege, ob er Sonntags mitkomme zum Golfen. Christians erste Reaktion: “Was? Golfen? Ist doch was für alte Leute!” Die Antwort seines Kollegen blieb hängen: “Das, was bei euch Kreisliga C Fußball ist – das ist bei uns Golfen.”
Dieser Vergleich öffnete eine Tür. Christian spielte in Amerika ein paarmal mit, jedoch ohne große Regelmäßigkeit. Die wirklich entscheidende Wende kam erst Jahrzehnte später, kurz vor der Corona-Pandemie. Mit einem “Freilauf” vom Beruf fasste er den Entschluss: Platzreife machen oder gar nicht. Die Wahl fiel eindeutig aus.
Ende 2019 legte er die Platzreife ab – und das Golffieber packte ihn sofort. Bereits zwei Tage nach der Platzreife stand er im ersten Turnier. Das Handicap fiel von 54 auf 45, dann mit dem zweiten Turnier auf 35,5. Eine rasante Entwicklung, die zeigt: Wenn jemand anfängt zu golfen, gibt es kein Halten mehr.
Handicap-Entwicklung: Vom Anfänger zur aktuellen Spielstärke 24,7
Wer die typische Golf-Journey kennt, weiß: Nach den ersten begeisternden Verbesserungen kommt irgendwann die Ernüchterung. Auch Christian macht da keine Ausnahme. Heute steht sein Handicap bei 24,7 – nach einer Phase, in der er schon deutlich besser war.
Den Rückschlag führt er auf ein frühes Saisonturnier zurück, bei dem die Bedingungen alles andere als optimal waren: frisch überifizierte Grüns, eine schwierige Atmosphäre im Flight, zu viele Schläge. Das Ergebnis: das Handicap kletterte wieder nach oben.
Sein klares Ziel für die laufende Saison: mindestens Handicap 15. Und wer Christian kennt, zweifelt nicht daran, dass er es angehen wird – mit Trainerstunden, vielen vorgabewirksamen Turnieren und einer gehörigen Portion Ehrgeiz.
„Ich hab eins der ehrlichsten Handicaps – weil ich so viele Turniere außerhalb spiele, auf Plätzen, die ich vorher noch nie gesehen hab.” – Christian Pawlak
Training und Methodik: Zwei bis drei Mal die Woche auf dem Trainingsareal
Christian bezeichnet sich selbst als Sportlertyp, der “alles kann, aber nichts richtig” – eine typisch ehrliche Selbsteinschätzung, die bei vielen Amateur-Golfern für Schmunzeln sorgt. Seine Anfangsphase war intensiv: zwei bis drei Trainingseinheiten pro Woche auf dem Trainingsareal der Golf City Pulheim, ergänzt durch ein bis zwei Runden auf dem Platz.
Das Trainingsareal in Pulheim begeisterte ihn besonders durch seine Ausstattung: längere Chip-Bereiche, verschiedene Putting-Greens mit unterschiedlichen Ondellierungen und eine Range mit angeschlossenem Bunker – eine der wenigen Anlagen, auf denen man direkt aus dem Bunker auf die Range schlagen kann.
Ein wertvoller Tipp, den er aus dem NextFairway Podcast mitgenommen hat und nun selbst ausprobiert: Nur sieben Bälle schlagen und dann schauen, ob alle gewollt dorthin fliegen. Bewusstes, qualitatives Schlagen statt Quantität. Eine Erkenntnis, die sich im Gespräch mit Thomas als gemeinsame Überzeugung herausstellt: Weniger Schläge, aber dafür mit mehr Fokus – das bringt langfristig mehr.
Golf mit Hund auf dem Fairway: Eine besondere Kombination
Eines der charmantesten Themen der Episode ist Christians Alltag auf dem Golfplatz – gemeinsam mit seinem Hund. Was sich zunächst chaotisch anhört, funktioniert erstaunlich gut. Wenn das Wetter schön ist, geht Christians Partnerin mit, der Hund tobt über den Platz, und Christian spielt nebenbei seine 9 bis 13 Löcher.
Der Schlüssel: Ein Elektro-Trolley mit Fernbedienung, den er vorausschicken kann, während er mit dem Hund beschäftigt ist. Und der Hund selbst? “Ein Rüpel in seinem Revier – aber auf dem Golfplatz benimmt er sich. Das erstaunt mich jedes Mal wieder.”
Natürlich hat Christian das Vorhaben vorab mit seinem Golfclub abgesprochen und achtet auf Leine und Platzpflege. Die familäre Atmosphäre im Golfpark Renneshof macht solche Momente erst möglich – und sie sorgen für Content, der bei seiner Community bestens ankommt.
Golfclub-Wahl: Der Golfpark Renneshof – der einzige Linkskurs am Niederrhein
Bevor Christian seinem heutigen Club beitrat, schaute er sich alle Golfclubs in der Umgebung an und prüfte gezielt: Welche Clubs erlauben Hunde? Die Wahl fiel auf den Golfpark Renneshof in der Nähe von Mönchengladbach – und das aus gutem Grund.
Der Club bietet eine familiäre Atmosphäre, regelmäßige Afterwork-Turniere über neun Löcher mit anschließendem gemeinsamen Essen und Siegerehrung. Genau diese Geselligkeit macht für Christian das Golf-Erlebnis komplett: Nach der Runde zusammensitzen, reden, Leute kennenlernen. Und besonders stolz ist er darauf, dass der Renneshof der einzige Linkskurs am Niederrhein ist – mit allem, was das bedeutet: Wind, offene Fairways, und Bälle, die im Sommer einfach nicht mehr auf dem harten Boden halten.
Schlägerfitting: Warum der unabhängige Fitter der bessere Weg ist
Ein wichtiges Kapitel in Christians Golf-Journey ist das Schlägerfitting. Er begann wie viele Einsteiger mit einem günstigen Gebraucht-Set, das er für rund 300 bis 400 Euro kaufte. Mit der Zeit wurde klar: Die Schläger passen nicht zu ihm.
Sein erstes offizielles Fitting verlief enttäuschend – der Fitter wollte vor allem verkaufen und griff direkt zum teuersten Modell. Die Daten überzeugten Christian nicht. Sein Rat aus eigener Erfahrung: Lieber zu einem unabhängigen Fitter gehen, der keine eigenen Verkaufsinteressen hat, der verschiedene Schläger ausprobiert und am Ende die Werte auf den Weg gibt – ohne Verkaufsdruck.
Mentale Stärke auf dem Platz: Fokus aus Tennis und Tischtennis
Golf ist auch ein mentales Spiel. Wie geht Christian damit um, wenn ein Schlag den anderen Schlechten nach sich zieht? Sein Vorteil: ein starker Fokus-Hintergrund aus anderen Sportarten. Er spielte Tennis und Tischtennis, war sogar bei den US Open in Amerika aktiv. In diesen Sportarten lernte er, sich auch unter Zuschauerblicken und lauter Atmosphäre vollständig auf den Ball zu konzentrieren.
Sein mentales Prinzip ist simpel, aber wirkungsvoll: Nach einem schlechten Schlag sofort loslassen – wer sich daran aufhängt, spielt auch die nächsten Schläge schlecht. Das beobachtet er immer wieder bei Mitspielern und hat es zu seiner eigenen Grundregel gemacht.
Bei einem besonders frustrierenden Turnier – schlechte Stimmung im Flight, Transportschläge die nicht funktionieren – hakt er das Ergebnis intern schon nach Loch 3 ab und wechselt in den Genuss-Modus: mehr Fotos machen, den anderen aufmuntern, den Tag trotzdem schön gestalten. Seine Philosophie dazu: “Ein schlechter Golftag ist immer noch besser als ein guter Tag auf der Arbeit.”
Sein persönlicher Plan B bei Eisenproblemen: halbe Schläge machen. Die Bälle fliegen nicht so weit, aber sie landen dort, wo sie sollen.
Golf-Creator auf Instagram: Alltagsgolf statt Perfektion
Christians Instagram-Account @golferchris2101 ist kein Hochglanz-Golf-Kanal. Und genau das macht ihn so erfolgreich. Er postet den Golf, den die meisten Golfer kennen – inklusive Missgeschicke, die er bewusst drin lässt, weil sie authentisch sind und weil sich die Community damit identifiziert.
Die Anfänge: In der Corona-Zeit machte er aus dem Lockdown Content. Schnell wuchs die Follower-Zahl auf 1.500 bis 2.000, dann weiter. Er wandelte seinen privaten Account, auf dem er Essen und Urlaub gezeigt hatte, in einen dedizierten Golf-Account um. Heute betreibt er:
- Instagram als Hauptkanal (@golferchris2101)
- TikTok für eine jüngere Zielgruppe
- YouTube – noch im Aufbau, bisher vier Shorts veröffentlicht, aber lange Videos sind geplant
Ein zweisprachiger Ansatz – Deutsch und Englisch – macht seinen Content auch für internationale Follower zugänglich, die er aus seiner Zeit in Amerika und durch sein weltweites Netzwerk gewonnen hat.
Thomas’ Tipp an ihn: Ein YouTube-Kanal rund um Golf mit Hund – ein Nischenthema, das noch niemand konsequent bespielt. Christian nimmt es sich zu Herzen.
Golf als soziales Erlebnis: Community und Turniere
Was Christian am Golf besonders liebt, ist die soziale Komponente. Über seine Online-Präsenz wurde er früh von der deutschen Golf-Instagram-Community willkommen geheißen – Leute luden ihn ein, spontan eine Runde zu spielen, quer durch Deutschland. Heute fährt er dafür sogar weiter als er damals für möglich gehalten hätte. In jeden Urlaub kommt das Golfgepäck mit.
Besonders schätzt er Turniere auf fremden Plätzen: Seiner Erfahrung nach spielt er dort, unvorbelastet und ohne eingefahrene Erwartungen, oft besser als auf seinem Heimatplatz. Er bezeichnet sein Handicap stolz als eines der ehrlichsten, weil er so viele Turniere außerhalb spielt.
Dass er selbst bereits 15 Menschen zum Golfsport gebracht hat, macht ihn besonders stolz. Sein Ziel: irgendwann 50 bis 100 Leute durch seinen Content zum Golf inspiriert zu haben.
Lieblingsschläger, Bucket-List und Saisonziele 2025
Der Lieblingsschläger steht für Christian außer Frage: Es ist der Driver – Holz 1. Während viele Trainer Einsteigern raten, den Driver zunächst wegzulassen, hat Christian sich darüber hinweggesetzt. “Egal ob ich hooke, egal ob ich slice – ich nehme den Driver.” Mittlerweile hat er mit dem Schläger eine “gute Ehe” geschlossen: Er schlägt nur noch mit 75 Prozent Kraft an und die Bälle fliegen weiter, konstanter und gerader als vorher.
Die schönsten Plätze auf seiner bisherigen Reise: Ein beeindruckender Golfclub in Memphis (USA) mit Golfkart-Pflicht und einem Kilometer Abstand zwischen Grün und Abschlag – und der Gardagolf am Gardasee in Italien, einer der führenden Kurse des Landes, bei dem sich das höhere Greenfee laut Christian absolut lohnt.
Bucket List 2025:
- Green Eagle Hamburg – bereits zweimal den Westkurs gespielt, nach den Amundi-Turnieren sogar den Championship-Kurs
- Sint Bernards in Holland – Schauplatz des Solheim Cup
- Augusta National – “Wenn ich die goldene Karte bekomme, sitze ich sofort im Flieger.”
Ziele für die Saison:
- Handicap auf unter 15 bringen
- Mehr vorgabewirksame Turniere spielen, auch im eigenen Club
- Content-Frequenz erhöhen: ein bis zwei Videos pro Woche auf Instagram, täglich Storys
- YouTube-Kanal ernsthaft aufbauen
Sein Rat ans Anfänger-Golf-Ich: Früher anfangen und auf Technik setzen
Die letzte Frage jeder NextFairway-Episode ist eine der stärksten: Was würde dein heutiges Golf-Ich deinem Anfänger-Golf-Ich raten?
Christians Antwort kommt in zwei Teilen:
1. Fang früher an. Mit 34, 35 Jahren begonnen zu haben – das ist, wie er selbst sagt, viel zu spät. Wer die Möglichkeit hat, früher anzufangen, sollte sie nutzen.
2. Kraft ist nicht alles – setz auf Technik. Lange Zeit hat Christian mit voller Kraft gehauen. Viele Bälle flogen zwar weit, aber unkontrolliert. Die Erkenntnis, die sein Spiel verändert hat: Mit 75 Prozent Kraft und kontrolliertem Downswing fliegen die Bälle weiter, gerader und vor allem konstanter. Technik schlägt rohe Kraft – auf dem Golfplatz mehr als irgendwo sonst.
Eine Golf-Journey, die noch lange nicht zu Ende ist
Christian Pawlak steht exemplarisch für das, was NextFairway ausmacht: echte Menschen, echte Geschichten, echte Golf-Journeys. Keine Hochglanzwerbung, kein perfekter Swing, keine leeren Versprechen. Stattdessen: ein 40-Jähriger aus Mönchengladbach, der mit seinem Hund abends Löcher spielt, sich selbst über eigene Missgeschicke amüsiert, bereits 15 Freunde zum Golfen gebracht hat und jeden Tag mit Leidenschaft Content produziert, der Menschen für diesen wunderbaren Sport begeistert.
Seine Journey ist noch lange nicht abgeschlossen. Handicap 15, mehr Turniere, mehr Content, YouTube – der Plan steht. Und wer @golferchris2101 auf Instagram folgt, darf gespannt sein, wie sich die Geschichte weiterentwickelt.

