
Sven Kortmann Der Hobbygolfer Sven Kortmann: Über ehrliches Golf, Handicap-Ziele und die Leidenschaft für den Golfsport
Golf ist nicht immer schön. Mal gelingt der perfekte Drive, wenige Minuten später landet der Ball im Aus. Genau diese Höhen und Tiefen machen für Sven Kortmann den Reiz des Golfsports aus. Als „Der Hobbygolfer“ dokumentiert er seit Jahren seine Golfrunden auf YouTube und Instagram – mit erfolgreichen Schlägen, misslungenen Annäherungen, persönlichen Erfolgen und jeder Menge Emotionen.
In dieser Folge des Golf-Podcasts Next Fairway spricht Gastgeber Thomas mit Sven Kortmann über seinen ungewöhnlichen Einstieg in den Golfsport, seinen Weg zu einem besseren Handicap und die Herausforderungen, regelmäßig Golfvideos für YouTube zu produzieren. Außerdem erzählt Sven von seinen schönsten Golfreisen nach Australien, Dubai und Belek, erklärt, warum regelmäßiges Golftraining für ihn unverzichtbar ist, und verrät, welche Fehler er als Golfanfänger heute vermeiden würde.
Wer ist Sven Kortmann? Der Hobbygolfer auf YouTube
Sven Kortmann ist 56 Jahre alt und spielt seit mittlerweile rund zehn Jahren Golf. Bekannt geworden ist er vor allem durch seinen YouTube-Kanal „Der Hobbygolfer“, auf dem er seine Golfrunden und persönlichen Erfahrungen dokumentiert. Was ihn von manchen anderen Golf-Content-Creatorn unterscheidet, ist sein Anspruch an die eigenen Videos: Sven möchte Golf so zeigen, wie es tatsächlich stattfindet. Dazu gehören nicht nur perfekte Abschläge und gelungene Putts, sondern genauso Fehlschläge, Frustration und die gelegentliche Verzweiflung über den eigenen Golfschwung. Gerade diese authentische Darstellung begeistert seine Zuschauer. Denn viele Hobbygolfer erkennen sich in seinen Erlebnissen wieder. Im Podcast wird deutlich, dass Sven den Golfsport nicht nur als Freizeitbeschäftigung betrachtet. Golf ist für ihn zu einer echten Leidenschaft geworden, die einen großen Teil seines Alltags bestimmt.
Golf anfangen mit Mitte 40: Wie Sven Kortmann zum Golfsport kam
Der Weg zum Golfplatz begann bei Sven alles andere als geplant. Als ehemaliger Fußballspieler, der unter anderem in der Bezirksliga aktiv war, hatte er zunächst wenig Interesse am Golf. Für ihn galt der Sport lange als langweilige Freizeitbeschäftigung für ältere Menschen. Ein langjähriger Freund versuchte immer wieder, ihn zum Golfspielen zu überreden. Doch Sven winkte regelmäßig ab. Erst als sein Freund ihn schließlich auf die Driving Range mitnahm, änderte sich seine Einstellung. Die ersten Versuche mit dem Golfschläger waren zwar wenig erfolgreich, doch Sven war sofort fasziniert davon, wie schwierig es war, einen kleinen Ball sauber zu treffen. Als sich zusätzlich zwei Bekannte für einen Platzreifekurs anmeldeten, wollte er nicht länger der Einzige aus seinem Freundeskreis sein, der kein Golf spielte.Also begann er selbst mit dem Golfsport.
Golf-Platzreife als Linkshänder – mit Rechtshänderschlägern
Eine besonders kuriose Geschichte aus Svens Anfangszeit betrifft seine ersten Golfschläger. Obwohl Sven durch und durch Linkshänder ist, absolvierte er seine Platzreife zunächst mit Rechtshänderschlägern. Beim Kauf seines ersten Golfhandschuhs wusste er noch nicht, dass es unterschiedliche Handschuhe für Links- und Rechtshänder gibt. Auch im anschließenden Platzreifekurs spielte er zunächst von der falschen Seite. Erst nach mehreren schwierigen Runden und seinen ersten Turniererfahrungen probierte er auf eigenen Wunsch ein Eisen für Linkshänder aus. Schon nach wenigen Schlägen bemerkte er einen deutlichen Unterschied.
Sven stellte sein Golfspiel auf links um, kaufte sich einen gebrauchten Schlägersatz und begann praktisch noch einmal neu. Trotz dieser ungewöhnlichen Startbedingungen konnte er sein Handicap bereits im ersten Jahr in Richtung 40 verbessern.
Handicap verbessern im Golf: Warum der Weg nicht immer geradlinig verläuft
Wer Sven Kortmann auf YouTube verfolgt, weiß, dass er ehrgeizig ist und sich regelmäßig sportliche Ziele setzt. Seine Handicap-Entwicklung verlief allerdings keineswegs problemlos. In den ersten Jahren verbesserte er sich schrittweise, hatte jedoch immer wieder mit körperlichen Beschwerden zu kämpfen. Besonders ein Tennisellenbogen machte ihm zu schaffen. Teilweise konnte er über längere Zeit kaum Golf spielen. Rückblickend führt Sven diese Probleme auch auf seinen damaligen Golfschwung zurück. Statt mit sauberer Technik versuchte er häufig, den Ball möglichst kraftvoll zu schlagen. Erst durch gezieltes Golftraining lernte er, dass ein kontrollierter Golfschwung häufig erfolgreicher ist als der Versuch, mit möglichst viel Kraft maximale Weiten zu erzielen. Nach ungefähr fünf bis sechs Jahren erreichte er schließlich ein Handicap um die 20.
Warum gute Schläge auf der Golfmatte nicht immer auf dem Platz funktionieren
Aus Svens Sicht können Golfmatten bestimmte Schwungfehler kaschieren. Wer mit einem Eisen zu früh den Boden trifft, bekommt auf einer Matte unter Umständen trotzdem noch ein brauchbares Ergebnis. Der Schläger gleitet über die Oberfläche und trifft anschließend den Ball.
Auf dem Golfplatz ist das anders. Hier kann derselbe Fehler dazu führen, dass der Schläger im Boden hängen bleibt und der Ball deutlich kürzer fliegt als geplant. Deshalb empfiehlt Sven, die Ergebnisse aus dem Simulatortraining nicht automatisch mit der tatsächlichen Leistung auf dem Golfplatz gleichzusetzen. Besonders sinnvoll findet er den TrackMan zur Analyse der Schwungbahn und für das Training mit dem Driver. Bei Eisenschlägen vom Boden sieht er dagegen die Gefahr, dass sich Bewegungsmuster entwickeln, die auf echtem Rasen weniger gut funktionieren.
Golf-YouTuber werden: Wie viel Arbeit steckt hinter den Videos von „Der Hobbygolfer“?
Viele Zuschauer sehen auf YouTube vor allem das fertige Golfvideo. Wie aufwendig die Produktion sein kann, wird dabei leicht unterschätzt. Sven Kortmann produziert seine Inhalte weitgehend selbst. Er filmt seine Golfrunden, bearbeitet die Aufnahmen, ergänzt Shot-Tracer-Grafiken und schneidet daraus Videos für seinen YouTube-Kanal. Nach eigenen Angaben verbringt er damit häufig rund 20 Stunden pro Woche. Allein die Videobearbeitung kann täglich mehrere Stunden in Anspruch nehmen.
Golf spielen und gleichzeitig filmen: Eine zusätzliche Herausforderung
Wer gleichzeitig Golf spielen und Videos produzieren möchte, muss sich auf einiges einstellen. Sven hat im Laufe der Jahre mit verschiedenen Kameras, Mikrofonen und sogar Drohnen gearbeitet. Mittlerweile setzt er auf eine einfachere Ausstattung, um den Aufwand während der Golfrunde zu reduzieren. Trotzdem schätzt er, dass ihn das Filmen während eines vorgabewirksamen Turniers manchmal vier bis fünf Schläge kosten kann.
Die Konzentration auf den nächsten Golfschlag wird schließlich ständig durch das Aufstellen und Ausrichten der Kamera unterbrochen. Ein weiterer wichtiger Punkt ist ihm der respektvolle Umgang mit seinen Mitspielern. Vor den Aufnahmen fragt er ausdrücklich, ob er filmen darf und ob die anderen Spieler ebenfalls im Video erscheinen möchten. Für Sven gehört dieser Umgang genauso zur Produktion seiner Golfvideos wie das eigentliche Filmen.
Die schönsten Golfreisen: Sven Kortmann über Australien, Dubai und Belek
Neben seinen regelmäßigen Golfrunden in Deutschland reist Sven auch gerne zu internationalen Golfdestinationen. Im Podcast erzählt er von verschiedenen Erlebnissen, die ihm besonders in Erinnerung geblieben sind. Die Golfplätze, über die wir im Podcast sprechen, findet ihr am Ende des Artikels. Schaut gerne vorbei und wenn ihr einen oder mehrere Plätze gespielt habt, lasst gerne eine Bewertung da.
Golf in Australien: Eine Runde im Royal Pines Golf Club
Zu den beeindruckendsten Erfahrungen zählt für Sven eine Golfrunde im Royal Pines Golf Club in Australien. Während seiner Zeit in Australien lebte er in Redland Bay, in der Region zwischen Brisbane und der Gold Coast. 2019 konnte er gemeinsam mit einem Freund den Royal Pines Golf Club wenige Tage vor einem professionellen Golfturnier spielen. Der Platz war bereits für das Turnier vorbereitet, und auch die Tribünen standen schon. Besonders beeindruckt hat ihn die Qualität der Grüns. An Loch 18 erlebte er, wie schwierig es sein kann, den Ball auf einem entsprechend präparierten Grün zum Liegen zu bringen. Aus dieser Erfahrung leitet Sven einen besonderen Reisetipp ab: Wer die Möglichkeit hat, sollte einmal einen Golfplatz unmittelbar vor oder nach einem großen Profiturnier spielen. Das besondere Flair und die Platzbedingungen machen eine solche Runde zu einem außergewöhnlichen Erlebnis.
Golfurlaub in Belek: Svens Lieblingsziel für Golfer
Wenn Sven eine einzige Golfdestination empfehlen müsste, wäre seine Antwort eindeutig: Belek in der Türkei. Die Region begeistert ihn vor allem durch die große Auswahl an Golfplätzen, die sich in unmittelbarer Nähe zueinander befinden. Im Podcast schwärmt er von den zahlreichen Möglichkeiten, innerhalb eines Urlaubs unterschiedliche Plätze zu spielen. Dazu kommen die Golfhotels und Resorts, die für ihn das Gesamtpaket abrunden. Sven verbindet seine Reisen nach Belek unter anderem mit der Golfwoche im Robinson Club. Zusätzlich organisiert er mit Freunden weitere Runden auf verschiedenen Golfplätzen der Region. Besonders schätzt er die unkomplizierte Organisation und die Möglichkeit, Golfurlaub mit gemeinsamen Erlebnissen in einer größeren Gruppe zu verbinden. Für ihn ist Belek deshalb ein ideales Reiseziel für leidenschaftliche Hobbygolfer.
Golf in Dubai und Abu Dhabi
Auch in den Vereinigten Arabischen Emiraten hat Sven bereits Erfahrungen gesammelt. Während einer Kreuzfahrt besuchte er unter anderem Golfplätze in Abu Dhabi und Dubai. Im Gespräch erinnert er sich an seine Runde auf Yas Links sowie an weitere bekannte Golfanlagen in der Region. Eine konkrete neue Wunschdestination hat er aktuell allerdings nicht auf seiner Golf-Bucketlist. Stattdessen genießt er die Möglichkeit, immer wieder neue Plätze zu entdecken und gemeinsam mit Freunden Golfreisen zu unternehmen.
Golfturniere und Handicap-Ziele: Warum Sven Kortmann weiter ehrgeizig bleibt
Sven spielt regelmäßig Turniere und nimmt unter anderem an Herrengolf-Veranstaltungen in seinen Golfclubs teil. Sein ehemaliger Heimatclub ist der Golfclub Gut Welschof, während er mittlerweile in Bad Pyrmont beheimatet ist. Dazu kommen Einladungen zu weiteren Golfturnieren und gemeinsame Golfwochen mit Freunden. Der Wettkampfgedanke begleitet ihn dabei bis heute. Als ehemaliger Fußballspieler ist er es gewohnt, sich Ziele zu setzen und seine Leistung zu messen.
Fazit: Ehrliches Golf, klare Ziele und die Freude am eigenen Spiel
Das Gespräch mit Sven Kortmann zeigt, warum Golf für viele Menschen weit mehr ist als ein gewöhnliches Hobby. Seine Geschichte reicht von einem skeptischen Fußballspieler, der mit Mitte 40 zum ersten Mal einen Golfschläger in die Hand nahm, bis zu einem leidenschaftlichen Hobbygolfer, der seine Erfahrungen mit Tausenden Zuschauern auf YouTube teilt.
Dabei war sein Weg keineswegs frei von Rückschlägen. Verletzungen, technische Schwierigkeiten, verfehlte Handicap-Ziele und frustrierende Golfrunden gehören genauso dazu wie besondere Turniererlebnisse und unvergessliche Golfreisen. Gerade deshalb ist Sven überzeugt, dass man sich Ziele setzen sollte, ohne die Freude am Golfsport zu verlieren. Seine wichtigste Botschaft lautet: Wer besser Golf spielen möchte, sollte professionell trainieren, auf das passende Equipment achten und vor allem seinen eigenen Weg gehen. Denn letztlich geht es nicht nur darum, eine bestimmte Handicap-Zahl zu erreichen. Es geht darum, die Zeit auf dem Golfplatz zu genießen, neue Erfahrungen zu sammeln und auch nach einem misslungenen Schlag wieder mit Begeisterung an den nächsten Abschlag zu gehen.
Jetzt die Next-Fairway-Podcast-Folge mit Sven Kortmann alias „Der Hobbygolfer“ anhören und mehr über seinen Weg, seine Golfreisen und seine persönlichen Erfahrungen als Golf-YouTuber erfahren.
Golfplätze, die im Podcast erwähnt werden
| Platz | Ort | Link |
|---|---|---|
| Senne Golfclub Gut Welschof | Schloß Holte-Stukenbrock | Zum Golfplatz → |
| Golf-Club Bad Pyrmont | Lügde (Bad Pyrmont) | Zum Golfplatz → |
| Lippischer Golfclub | Blomberg-Cappel | Zum Golfplatz → |
| Bielefelder Golfclub | Bielefeld | Zum Golfplatz → |
| Golfclub München Eichenried | Eichenried bei München | Zum Golfplatz → |
| Carya Golf Club | Belek (Türkei) | Zum Golfplatz → |
| Cullinan Links Golf Club | Belek (Türkei) | Zum Golfplatz → |
| Montgomerie Maxx Royal | Belek (Türkei) | Zum Golfplatz → |
| Yas Links | Abu Dhabi (VAE) | Zum Golfplatz → |
| Dubai Creek Golf & Yacht Club | Dubai (VAE) | Zum Golfplatz → |
| RACV Royal Pines Resort Golf Course | Benowa, Gold Coast (Australien) | Zum Golfplatz → |
Alle Plätze aus dem Podcast findest du im NextFairway Golfplatz-Verzeichnis →